Fundraising | Martin Renz Marketingberatung https://renzmarketing.at Sun, 19 Jan 2020 14:47:39 +0000 de-DE hourly 1 Crowdfunding – was ist das und wer finanziert Ihr Projekt? https://renzmarketing.at/crowdfunding-was-ist-das-und-wer-finanziert-ihr-projekt/ Tue, 23 Oct 2012 08:07:06 +0000 http://renzmarketing.at/?p=629 Crowdfunding Definition Crowdfunding oder einfach übersetzt Schwarmfinanzierung, ist eine relativ neue Form der Kapitalbeschaffung im Internet. Dabei geht es jedoch nicht um Online-Kreditangebote, sondern darum, Geldgeber für private Projekte im Internet zu finden. Die Geldgeber treten dabei entweder als reine Schenker, oder aber auch als stille Teilhaber auf, die Anteile am Projekt erwerben. Crowdfunding spielt […]

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Crowdfunding Definition

Crowdfunding oder einfach übersetzt Schwarmfinanzierung, ist eine relativ neue Form der Kapitalbeschaffung im Internet. Dabei geht es jedoch nicht um Online-Kreditangebote, sondern darum, Geldgeber für private Projekte im Internet zu finden. Die Geldgeber treten dabei entweder als reine Schenker, oder aber auch als stille Teilhaber auf, die Anteile am Projekt erwerben.
Crowdfunding spielt sich auf speziell entwickelten Internetplattformen ab, die unterschiedliche Schwerpunkte haben können. So findet man Crowdfunding Plattformen, die Künstlern (zB. Autoren), karitativen Organisationen, sozial engagierten Gruppen oder einfach kleinen regionalen Vereinen einen Platz für Ihre Projekte zur Verfügung stellen. Man definiert ein Finanzierungsziel, das man innerhalb einer festgelegten Zeit erreichen möchte, davon bekommt die Crowdfunding Plattform einen Prozentsatz als Provision. Nach Ablauf der Zeit, bzw. bei Erreichen des Geldsammel-Zieles endet die Crowdfunding Aktion.

Für wen ist Crowdfunding interessant?

Jungunternehmer, Start Ups, Künstler, Autoren, Sportvereine, karitative Organisationen, gesellschaftlich engagierte Gruppen, etc., etc..
Eigentlich ist Crowdfunding für all jene Menschen und Gruppen interessant, die ein Projekt vor Augen haben, aber nicht über die nötige Finanzierung verfügen.
Auf der Gegenseite finden sich immer mehr Menschen, die bereit sind, Geld für bestimmte Projekte zur Verfügung zu stellen. Gerade dann, wenn auch die eigenen Interessen der Geldgeber angesprochen werden und die Geldgeber ein persönliches Interesse an der Aktion haben.
Als Marketingberater betreue ich selbst eine karitative Organisation, die aktuell versucht, über Crowdfunding Gelder für benachteiligte Kinder zu sammeln. Sehen Sie sich dieses Crowdfunding Projekt doch einfach mal an.

Welche Crowdfunding Plattformen gibt es?

Seit 2010 haben sich einige Crowdfunding Plattformen in Deutschland und Österreich gebildet. Offenbar zu viele, denn die Verdienstmöglichkeiten der Plattformen mit einer Provision von etwa 8-9% hängt stark vom aufgebrachten Kapital ab. Je mehr Crowdfunding Plattformen umso weniger Verdienst. Noch dazu ist die zurückhaltende  Mentalität in unseren Breitengraden gegenüber neuen „Produkten“ nicht unbedingt förderlich für ein schnell wachsendes Geschäft.
Inkubato, Startnext, Pling, Visionbakery oder einer der Pioniere aus den Staaten Kickstarter sind mögliche Anlaufstellen für Projekte. Mehr auf gesellschaftliche Projekte hat sich die österreichische Crowdfunding Plattform Respekt.net konzentriert.

3 Tipps für erfolgreiches Crowdfunding

  1. Überlegen Sie sich gut, wie Ihr Projekt „aussieht“, wen es ansprechen kann, welchen materiellen oder ideellen Mehrwert es dem Investor bringen kann. Führen Sie eine genaue Positionierung Ihres Crowdfunding Projektes durch, denn nur dann gelingt es Ihnen, die „Story auf den Punkt zu bringen“ und Eigenständigkeit zu erreichen.
    Nur dann wird es Ihnen gelingen, Ihr Projekt auch klar und glaubwürdig zu präsentieren. Kein herum-Geschwafel oder vage Andeutungen, keine Erklärungen zum Projekt, die niemand versteht oder die nicht nachvollziehbar sind.
  2. Wählen Sie die richtige Crowdfunding Plattform! Es macht keinen Sinn, die Finanzierung eines neuen Buches oder Filmprojektes auf einer Crowdfunding Plattform anzubieten, die sich vorwiegend auf gesellschaftspolitische Ziele konzentriert. Die Crowdfunding Plattform erhält ja nicht zuletzt deshalb eine Provision, weil sie eben Anziehungspunkt für Geldgeber mit speziellen Interessen ist. Das sollten Sie nutzen!
  3. Projekt einstellen und auf das Geld warten? Vergessen Sie das – es funktioniert nicht. Im Gegenteil: es wartet harte Arbeit auf Sie. Sie müssen das Projekt bekannt machen, d.h. Ihre Social Media Kontakte aktivieren, andere Menschen davon überzeugen, Ihr Projekt weiter zu empfehlen. Sie müssen ein „viraler“ Profi sein, ein PR-Freak.
    Nur dann zirkuliert Ihr Crowdfunding Projekt in einer großen „Community“, nur dann werden Sie Menschen finden, die bereit sind, sich Ihre Visionen genauer anzusehen.
    Berichten Sie laufend über Neuigkeiten zu Ihrem Projekt, liefern Sie Updates (zB. aktuelle Entwicklungen, Auszüge aus Ihrer Arbeit, Feedback von anderen Kontakten, etc.). Ihre Geldgeber müssen das Gefühl bekommen, an einem lebendigen Projekt teilzunehmen, sie müssen den Wunsch entwickeln, bei einer tollen Sache  „mitzumachen“.
    Ohne permanente Aktivitäten von Ihrer Seite werden Sie Ihr Crowdfunding Projektziel nicht erreichen.Aber wenn Sie von Ihren Visionen überzeugt sind, wird Ihnen das sicher keine Schwierigkeiten machen!

Crowdfunding – Fazit

Nicht alle neuen Entwicklungen im Netz sind erfolgreich. Gerade das Crowdfunding hat noch ziemliche Anfangsschwierigkeiten in unseren Breiten. Meist scheitern Crowdfunding Projekte am mangelnden Engagement der Initiatoren, oder am Durchhaltevermögen der Crowdfunding Plattformen.
Andererseits ist es eine Form der Geldbeschaffung, die durchaus erfolgreich sein kann, wenn man mit dem nötigen Einsatz und einem überzeugenden Projekt tief in die Herzen potentieller Geldgeber eindringen kann.

Also, viel Erfolg bei der Geldbeschaffung im Internet und wenn Sie Lust auf mehr Marketing Tipps und Trends haben, sollten Sie meinen kostenlosen Newsletter abonnieren
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Urheber: Martin Renz

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Weihnachten – die Spendensammler sind unterwegs https://renzmarketing.at/weihnachten-die-spendensammler-sind-unterwegs/ Mon, 05 Dec 2011 13:41:08 +0000 http://renzmarketing.at/?p=217 Wem geben wir unser Geld, wie viel geben wir und wie werden wir bessere „Fundraiser“? Rund um Weihnachten erhalten viele von uns wieder viele Spendenaufrufe in Form von zugesandten Weihnachtskarten, oder Geschenkeanhängern usw., verbunden mit einem Erlagschein und der Bitte, eine Spende zu überweisen. Und offenbar „rentiert“ sich das auch, sonst würden es die Organisationen […]

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Wem geben wir unser Geld, wie viel geben wir und wie werden wir bessere „Fundraiser“?

Rund um Weihnachten erhalten viele von uns wieder viele Spendenaufrufe in Form von zugesandten Weihnachtskarten, oder Geschenkeanhängern usw., verbunden mit einem Erlagschein und der Bitte, eine Spende zu überweisen.

Und offenbar „rentiert“ sich das auch, sonst würden es die Organisationen ja nicht machen.

Ich selber betreue eine Hilfsorganisation und habe mir in diesem Zusammenhang den „Spendenmarkt“ in Österreich angesehen (der wohl in Deutschland nicht so viel anders sein wird) und bin dabei zu einigen Schlussfolgerungen gekommen.

Der Spendenmarkt in Österreich

Ich hoffe, meine LeserInnen verzeihen mir, wenn ich in diesem Fall von „Markt“ spreche, aber wir werden noch sehen, dass sich auch NGOs, wie andere Unternehmen, in einem Wettbewerb befinden.

In Österreich wurden im Jahre 2010 laut Schätzungen des Fandraising Verband Austria www.fundraising.at rund € 400 Mio. gespendet.


Bei den Spenden pro Einwohner liegen die USA und UK deutlich vor Deutschland oder Österreich. Besonders die Unternehmensspenden haben in den USA eine deutlich stärkere Ausprägung und werden auch mehr gefördert als in Europa.

Wofür spendet Österreich?

 

Kinder, Tiere und Inlandskatastrophen (Hochwasser, etc..) stehen an der Spitze der „attraktivsten“ Spendenziele. Eher weniger Unterstützung erhalten Naturschutz, sozial Benachteiligte und behinderte Menschen.

Es ist wahrscheinlich keine neue Erkenntnis, wenn ich feststelle, dass man bei bestimmten Themen mehr Spendenvolumen generieren kann und bei anderen es deutlich schwerer ist.

Aber diese Betrachtung ist nun schon wirklich sehr materialistisch, denn Gott sei Dank spenden wir ja hauptsächlich deswegen, weil wir von einem Ereignis emotional betroffen sind und helfen wollen. Trotzdem stellt sich aber auch die Frage, warum manche Ereignisse uns weniger spendenfreudig machen (zB Hunger, Obdachlose,..)?

Wer sind die erfolgreichsten Spendensammler?

 

Knapp 50% des Spendenaufkommens erhalten die Top 10 Organisationen. Ähnlich wie in der klassischen Marktwirtschaft, zählen Bekanntheit, Image und das „Produktkonzept“ zu den Erfolgskriterien im Fundraisingbereich.

Der große Unterschied ist jedoch, dass im Gegensatz zu zB. Waschmittel, Softdrinks usw., wo es in der Regel nur 5-10 Anbieter gibt, der Spendenmarkt von mehreren hundert größeren und vor allem kleineren Organisationen bearbeitet wird.

Und natürlich gibt es hier einen immens starken Wettbewerb, wenn es darum geht, Gelder aufzutreiben. Ein guter Spendensammler muss auch ein guter Marketing-/Verkaufsprofi sein, muss Beziehungen nutzen können und ein Naheverhältnis zu politischen und gesellschaftlich relevanten Institutionen haben.

Wie sehen typische Spender aus?

  • Frauen spenden eher als Männer
  • Je älter, desto mehr wird gespendet
  • 84% der Menschen über 50 bzw. sogar 90% der Menschen über 60 Jahre spenden
  • Menschen, die auf dem Land leben spenden eher als Städter
  • Je höher die Ausbildung, desto eher wird gespendet

Auch keine großen Überraschungen, aber für Zielgruppenmarketing eine wichtige Information. Besonders die noch „unentdeckte“ Zielgruppe der jungen, urbanen Menschen hätte hier noch Potential: warum nicht einmal ein SpendenClubbing, oder eine „RegenbogenCharity“ veranstalten? Oder statt Weihnachtskarten einmal eine Promotion mit iTunes oder App-Herstellern?

Chance für kleine Spenden-Initiativen

So mancher von uns wird in den nächsten Tagen vielleicht selbst eine Spendenaktion durchführen oder irgendwie daran beteiligt sein. Dann wäre es vielleicht hilfreich sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wenn ich auf die gleiche Art wie die Großen versuche, Spenden zu bekommen, wie erfolgreich bin ich dann?
  • Welche neuen Ideen können dazu beitragen, mich von anderen Organisationen abzugrenzen und dadurch auffälliger und erfolgreicher zu sein?
  • Was wird die Basis für den Erfolg sein: meine persönlicher Betroffenheit, oder eine tolle Fundraising-Idee, die Menschen motiviert, großzügig zu sein?

Um es klar auszusprechen: persönliche Betroffenheit ist eine sehr positive Wesensart und macht uns zu besseren Menschen. Aber wie oben erwähnt, haben Spendensammler starke Mitbewerber.

Und nur damit ich meine persönliche Betroffenheit ausleben kann, noch ein Link zu der Organisation, für die ich tätig sein darf.  Für alle, die noch nicht wissen, wem sie die Weihnachtsspende geben sollen. www.global-family.net

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